TCM-Grundlagen

In diesem Beitrag geht es um die Grundlagen der TCM-Ernährung.

Die Traditionelle Chinesische Medizin basiert auf fünf Säulen: der Arzneimittellehre, der Akupunktur und der Moxibustion, dem Qigong, der Massagekunst Tuina sowie der Ernährungslehre. Ich beschäftige mich im Folgenden nur mit der Ernährungslehre.

Das Tolle an der Fünf-Elemente-Ernährung ist, dass sie Essen als Medizin betrachtet und keinem Trend unterliegt. Wie in der Philosophie wird ihr Wissen auch in 1.000 Jahren noch aktuell und wirksam sein.

Die Ernährungslehre zählt zur zweiten Säule der Traditionellen Chinesische Medizin. Sie fußt auf den fünf Elementen, die, jedes für sich, eine bestimmte Funktion haben, aber auch in einem Wechselverhältnis zueinander stehen. So wird z.B. das Element Metall dem Formen und Erhärten sowie dem scharfen Geschmack zugeordnet.

Die Elemente sind wie in einem Kreislauf angeordnet, in dem ein Element das andere in einer festen Reihenfolge (HolzFeuerErdeMetallWasser) hervorbringt, jedes Element ein anderes kontrolliert und jedes Element eine bestimmte Jahreszeit repräsentiert (zu diesem Thema werde ich auch noch einen Beitrag schreiben) sowie einem Körperorgan zugeordnet ist.

Im Ideallfall, also bei einem gesunden Menschen, besteht ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen den Organen. Diese Verhältnis können wir stützen, indem wir versuchen, beim Essen “in der Mitte” zu bleiben. Das erreicht man, indem man beim Kochen die thermische Wirkung der Lebensmittel berücksichtigt und sie so zusammenstellt, dass sie insgesamt weder zu sehr kühlen (z.B. Banane) noch zu sehr erhitzen (z.B. Lamm).

Die Ernährung nach den 5 Elementen ist eine der ganz wenigen Ernährungssysteme, die die thermische, sprich: energetische, Wirkweise von Nahrungsmitteln nutzt. Jedes Nahrungsmittel hat ein bestimmtes Temperaturverhalten in unserem Körper. Dabei ist es egal, ob wir das Nahrungsmittel kalt oder erwärmt zu uns nehmen, Chili und scharfe Gewürze wärmen, während auch ein warmer Pfefferminztee immer noch kühlt.

Birga Dexel, Quelle: www.ernaehrungfuenfelemente.de

Es gibt weltweit eigentlich nur zwei Medizinsysteme, die in der Lage sind, Nahrungsmittel und Gerichte ganz spezifisch auf den jeweiligen Konstitutionstyp bezogen zu empfehlen. Das ist in der Chinesischen Medizin so, das ist in der Ayurvedischen Medizin so und selbst in der westlichen Naturheilkunde werden alle [Menschen] über einen Kamm geschoren.

Dr. med. Henryk Kuhlemann, Arzt für Naturheilverfahren, Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin, Quelle:
http://youtu.be/MCkBDBI8y4o

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die TCM stets berücksichtigt, ist die Bekömmlichkeit der Speisen, die unter anderem auch durch die Art der Zubereitung (z.B. Dünsten statt scharfes Anbraten) erreicht wird.

In diesem Beitrag soll es aber erstmal nur um allgemeine Tipps gehen, die ich grundsätzlich beherzige:

  • 2 warme Mahlzeiten am Tag
  • warmes Wasser statt kaltes Wasser trinken oder alternativ Getränke mit neutraler bis warmer Wirkung
  • keinen Bohnenkaffee, sondern Getreidekaffee trinken
  • beim Kochen alle fünf Elemente berücksichtigen
  • möglichst jeden Tag frisch kochen
  • keine Tiefkühlware (dazu zählt z. B. auch Butter, da sie tiefgekühlt gelagert wird) und keine Mikrowelle benutzen
  • die Organuhr berücksichtigen und zwischen 09:00 Uhr und 11:00 Uhr frühstücken. Zu diesem Thema werde ich noch einen Artikel veröffentlichen.

  • Um beim Kochen alle 5 Elemente berücksichtigen zu können, muss man natürlich wissen, welches Lebensmittel welchem Element zugeordnet ist. Man kann tatsächlich so gut wie alle gängigen Lebensmittel den Geschmäckern bzw. Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin zuordnen. Auf den Postern und Verzeichnissen, die ich kenne, sind nicht alle enthalten, aber auf Seiten wie z. B. www.therapeutika.ch stehen viel mehr. Hier sehe ich immer mal wieder nach und informiere mich. Wenn ihr auf der Übersichtsseite eines Lebensmittels nach ganz unten scrollt, findet ihr eine Zubereitungsempfehlung.

    Für den Anfang reicht es aber auch, mit der Liste auf dem Plakat von Barbara Temelie zu arbeiten, die ich euch weiter unten verlinkt habe. Sie ist in ihren Büchern enthalten, man kann sie aber auch einzeln bestellen. Ich empfehle, sie zu folieren, damit sie im Küchendunst nicht untergeht und sie anschließend an einem geeigneten Ort an die Wand zu hängen. Ein weiterer Tipp von Barbara Temelie lautet, die trockenen Gewürze, die man in Dosen aufbewahrt mit einem bunten Punkt zu versehen, der das jeweilige Element repräsentiert.

    Auf den folgenden Seiten habe ich mich informiert. Schau‘ doch auch mal dort vorbei, wenn du dein Wissen vertiefen möchtest:
  • www.tcm24.de/fuenf-elemente
  • www.therapeutika.ch
  • vomvegizumveganer.blogspot.de/2013/06/vegane-tcm-ernahrung.html
  • www.tcmpraxis-scholz.de/tcm-thema/jahreszeiten
  • www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog
  • www.fuenf-elemente-ernaehrung-ev.de
  • www.planet-wissen.de/gesellschaft/medizin/traditionelle_chinesische_medizin/pwiediefuenfsaeulendertcm100.html
  • www.ernaehrungfuenfelemente.de/
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    Zu diesem Thema möchte ich dir gerne den die Bücher von Barbara Temelie und ihr Lebensmittelposter ans Herz legen:

    Ich bekomme kein Geld für diese Empfehlung und nutze das Amazon-Programm nur, damit ich das empfohlene Kochzubehör anschaulich darstellen kann.

     

    Das Fünf Elemente Kochbuch

     

    Ernährung nach den Fünf Elementen

     

    Plakat: Nahrungsmittelliste zur Ernährung nach den Fünf Elementen